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Ein kleiner Ausflug in die Geschichte: Viel Freude!

Wie alles begann...

Der Spielmannszug wurde 1908 gegründet, damals noch unter der Obhut des Jünglingsvereins. Aus den Reihen der jungen Männer, die damals unter der Leitung von Kaplan Forth in diesem Verein aktiv waren, kam die Idee, eine Turnabteilung und ein "Trommler- und Pfeiferkorps" zu gründen.
Gemäß Versammlungsbeschluss wurden die erforderlichen Instrumente für das Trommlerkorps von der Firma Meyer in Hagen zum "Wahnsinnspreis" von 75,60Mark bezogen. Die Ausbildung der Trommler übernahm daraufhin Josef Kräbs (Neue Straße); die Gesamtleitung wurde in die geschickten Hände von Wilhelm Becker (Glashütte) gelegt.

Der erste Auftritt

Nach nur wenigen Wochen Übung kam es bereits zum ersten Auftritt anlässlich eines Fußballspieles im "Ohl" (in Wickede). Bei dieser Premiere war die Besetzung noch minimal und im Vergleich zur heutigen Zugstärke der berühmte "Fliegenschiss"; an den Flöten gaben Heinrich Schnapp, Ferdinand Hartmann und Emil Arnstedt ihr Erlerntes zum Besten, die Trommel schlug damals Johann Schomaker.

Die Mitglieder mehrten sich

In den Wintermonaten 1908 / 1909 entwickelte sich eine rege Übungstätigkeit. Im Mai 1909 fand ein Ausflug des Jünglingsvereins nach Grevenbrück, in die Heimatgemeinde von Kaplan Forth, statt. Die "Knüppelmusik", wie sie damals genannt wurde und auch noch heute immer genannt wird, erleichterte hierbei mit ihrem Spiel den Marsch durch die Berge des Sauerlandes. Und ihre Gruppe war gewachsen: erstmalig mit Mütze und dem sogenannten Schwalbennest spielten Johann Schomaker, Paul Hohoff, Emil Arnstedt, Heinrich Schnapp, Kaspar Thiergarten, Wilhelm Kampmann, Cornelius Stromberg, Ferdinand Hartmann und Josef Brinkmann unter der Leitung von Wilhelm Velmer.

Die ersten Freunde und Gönner

In der Folgezeit stellte der Senior der Spielleute, Franz Brunberg, seine beim Militär erworbenen Kenntnisse den jungen Anfängern gern zur Verfügung. Dr. med. Hoberg, so erzählten sich die Mitbegründer, hat als Förderer der Spielleute oft so manchen Zehnmarkschein gespendet, um die notwendigen Instrumente und sonstiges Zubehör beschaffen zu können. Damals waren zehn Mark noch ein sehr, sehr viel Geld. Zum Vergleich: Für einen Auftritt auf einem Frühschoppen im Jahr 1933 bekam der Spielmannszug eine Gage von 0,10DM. Heute liegen Gagen für Spielmannszüge im Allgemeinen bei 150€ und mehr.
Im Jahr 1912 übernahm Paul Hohoff, der zuvor schon als Spielmann im Verein mitwirkte, den Tambourstab aus der Hand von Heinrich Buchheister.
Der Erste Weltkrieg und der traurige Abschied...für manch einen für immer. Sämtliche Spielleute wurden 1914 zu den Waffen gerufen. Die noch in der Ausbildung stehenden Jugendlichen Heinrich und Franz Gülde, Anton Siepmann, Fritz Otto, Fritz Pieper, Heinrich Kampmann, Fritz Peck, Bernhard Hockenbrink, Franz Schomaker, Ernst Göbel, Kaspar Schmitz, Josef Becker und Ferdinand Kampmann brachten die zu den Fahnen Gerufenen zum Bahnhof und gaben ihnen mit dem Lied "Muss ich denn zum Städele hinaus" die besten Wünsche der Heimat mit auf ihren Weg.
Im Ersten Weltkrieg fielen an den Fronten die Kameraden Ferdinand Hartmann, Franz Schmitz, Fritz Humpert, Fritz Pieper und Josef Reinhold. Des Weiteren verstarben in der Heimat von 1914-1918 die Spielleute Wilhelm Kampmann, Franz Reinhold, Wilhelm Hibbeln, Fritz Otto, Anton Reinhold und Fritz Schmitz.

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